eufy C10 im Test: der flache Saugroboter mit Absaugstation, den kaum jemand auf dem Schirm hat
4.000 Pa, 7,2 cm flach, Absaugstation — und ein Preis, bei dem man zweimal hinschaut. Der eufy C10 ist der Saugroboter, über den kaum jemand redet, und genau deshalb lohnt sich dieser Test.
7,2 cm: der Unterschied, den man erst später merkt
Das ist das eigentliche Killer-Feature. Mit 7,2 cm Bauhöhe fährt der C10 unter Betten, Sofas und Sideboards, an denen die meisten Premium-Roboter mit ihrem LiDAR-Turm scheitern.
Genau dort sammelt sich der Staub, an den man selbst nie rankommt. Ein Roboter, der 22.000 Pa hat, aber nicht unter dein Bett passt, saugt die falsche Fläche.
Die Absaugstation: 60 Tage nicht dran denken
Der C10 entleert seinen 600-ml-Behälter vollautomatisch in den 3-Liter-Beutel der Station. Der muss etwa alle 60 Tage gewechselt werden.
Das ist der Punkt, an dem Saugroboter im Alltag gewinnen oder verlieren. Ein Modell ohne Station willst du alle zwei Tage ausleeren — und genau deshalb steht es nach drei Monaten in der Ecke. Mit Station läuft er einfach.
Wie laut ist er wirklich?
Im reinen Saugmodus bleibt der C10 bei etwa 51 dB — das ist Gesprächslautstärke, du kannst danebensitzen und fernsehen. Laut wird nur die automatische Entleerung mit bis zu 72 dB, und die dauert wenige Sekunden. Über die eufy App lässt sich dafür ein Nicht-stören-Zeitfenster setzen.
4.000 Pa — reicht das?
Ehrliche Einordnung: 4.000 Pa klingen wenig neben den Marketing-Zahlen der Oberklasse. In der Praxis reicht das für Hartboden, Kurzflorteppich, Krümel und Tierhaare problemlos.
Was es nicht ist: ein Hochflor-Spezialist. Wenn deine Wohnung voller dicker Teppiche liegt, greif zu etwas Stärkerem. Für Laminat, Parkett, Fliesen und normale Teppiche ist die Leistung völlig ausreichend.
Navigation ohne LiDAR-Turm
Der C10 navigiert per Punktlaser und Multi-Infrarot statt mit dem klassischen rotierenden Turm. Das ist der Grund für die flache Bauform — und der Kompromiss: Die Kartierung ist solide, aber nicht auf dem Niveau eines LiDAR-Flaggschiffs. Für eine normale Wohnung merkt man den Unterschied im Ergebnis kaum.
Die ausfahrbare Seitenbürste holt Ecken und Kanten mit, an denen runde Roboter sonst vorbeifahren.
Die technischen Daten
| Saugkraft | 4.000 Pa |
| Bauhöhe | 7,2 cm |
| Laufzeit | ca. 120 Minuten |
| Lautstärke | bis 51 dB (Saugen) · bis 72 dB (Entleeren) |
| Staubbehälter | 600 ml |
| Absaugstation | 3 Liter — Wechsel ca. alle 60 Tage |
| Navigation | Punktlaser + Multi-Infrarot |
| Besonderheit | ausfahrbare Seitenbürste für Ecken |
| App | eufy App mit Nicht-stören-Modus |
Für wen lohnt sich der eufy C10?
Kaufen, wenn du niedrige Möbel hast, unter denen niemand sonst hinkommt, eine Absaugstation willst ohne vierstellig zu zahlen, und deine Wohnung hauptsächlich Hartboden oder Kurzflor hat.
Finger weg, wenn du dicke Hochflorteppiche hast, eine Wischfunktion auf Premium-Niveau brauchst oder eine millimetergenaue Mehretagen-Kartierung erwartest.
Fazit
Der eufy C10 ist kein Flaggschiff und will keines sein. Er ist der Roboter, den man kauft, wenn man ein sauberes Zuhause will statt der größten Zahl im Datenblatt. Flach genug für die Stellen, die wirklich dreckig sind, mit Station für den Alltag, zu einem Preis, der nicht wehtut.
