roborock F25 GT Gen 2 im Check – warum du deine Quadratmeter messen solltest
Aktualisiert 06.08.2026
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Ein einziger Durchgang über einen Boden, den du für sauber gehalten hast. Dann der Blick in den Schmutzwassertank — und das Wasser darin ist braun. Genau dieser Moment erklärt, warum dieser Nass-Trockensauger gerade zu den meistverkauften Geräten seiner Kategorie gehört. Er erklärt aber nicht, ob das Gerät zu deiner Wohnung passt.
Diese Einschätzung basiert auf der Auswertung veröffentlichter Testberichte und von über 1.500 Kundenbewertungen. Das Gerät wurde nicht selbst über einen längeren Zeitraum genutzt.
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roborock F25 GT Gen 2 – die wichtigsten Fakten. Grafik erstellt mit KI-Unterstützung.
Was das Gerät technisch macht
Der roborock F25 GT Gen 2 ist ein Nass-Trockensauger. Er saugt und wischt in einem einzigen Arbeitsgang, mit 20.000 Pa Saugkraft, 20 Newton Anpressdruck und einer Walze, die sich 450 Mal pro Minute dreht. Trockener Staub, feuchter Schmutz und verschüttete Flüssigkeit landen gemeinsam im Tank. Ein klassischer Akkusauger würde daran Schaden nehmen.
Zwei Konstruktionsmerkmale heben ihn aus dem Feld heraus. Erstens legt sich das Gerät um 180 Grad flach auf den Boden und kommt damit unter Möbel mit 12,5 Zentimetern Bodenfreiheit — unter Sofa, Bett und Kommode. An Kanten arbeitet es bis auf einen Millimeter heran. Zweitens fährt es nach dem Einsatz in seine Station, spült die Walze mit 90 Grad heißem Wasser und trocknet sie mit Heißluft. Walze und Filter sind mit Silber-Ionen behandelt.
Eine App-Steuerung gibt es nicht. Für manche ist das ein Vorteil, weil nichts eingerichtet werden muss.
Die eine Stärke, über die sich alle einig sind
Das Anti-Verheddungs-System funktioniert. Gebogene Abstreifer und Klingen im Haifischzahn-Muster verhindern, dass sich Haare um die Walze wickeln. Unabhängige Tester haben das Gerät sogar in einem Friseursalon eingesetzt, und die Walze blieb frei. In den Kundenbewertungen taucht dieser Punkt immer wieder auf, besonders in Haushalten mit Hund oder Katze.
Auf Parkett, Laminat und glatten Fliesen liefert der Sauger ein streifenfreies Ergebnis. Die Fachpresse vergibt die Note 1,7, auf Amazon steht das Gerät bei 4,2 Sternen aus über 1.500 Bewertungen.
Der Widerspruch zwischen Testern und Käufern
Hier wird es interessant. Der Hersteller nennt bis zu 60 Minuten Laufzeit im sparsamen Modus und rechnet das auf 410 Quadratmeter pro Ladung hoch.
Die Kundenbewertungen erzählen etwas anderes, und zwar auffällig einheitlich. Eine Kundin mit 75 Quadratmetern schafft nicht einmal die halbe Wohnung, bevor der Akku leer ist — nach etwa 20 Minuten. Ein anderer berichtet, für 60 Quadratmeter reiche es nicht. Wieder ein anderer beschreibt das Dilemma zwischen den Stufen: im starken Modus ist der Akku schnell weg, im sparsamen reicht die Saugkraft nicht. Dieses Muster wiederholt sich quer durch die Bewertungen.
410 Quadratmeter gegen eine halbe Wohnung ist keine Messtoleranz. Das ist ein anderes Nutzungserlebnis.
Dazu kommt ein Detail, das in keinem Datenblatt steht: Die Selbstreinigung braucht Akku. Ist er leer, startet sie nicht. Eine Kundin beschreibt den Ablauf — erst einen Teil der Wohnung reinigen, dann laden, damit die Selbstreinigung überhaupt laufen kann, dann warten, dann der Rest. Aus dem Zeitsparer wird eine Terminplanung.
Das Geruchsproblem nach zwei bis drei Monaten
Der zweite Widerspruch taucht erst später auf. Die 90-Grad-Selbstreinigung wird als Hygienemerkmal beworben, und die Walze wird tatsächlich sauber. Der Schmutzwasserbehälter wird dabei aber nicht mitgereinigt — und der ist innen stark verwinkelt.
Mehrere Kundinnen und Kunden beschreiben denselben Verlauf: Die ersten Wochen sind großartig, die Wohnung riecht nach dem Wischen frisch. Nach zwei bis drei Monaten beginnt das Gerät zu riechen. Eine Kundin schreibt, dass die Wohnung nach dem Saugen noch stundenlang gerochen habe, trotz Reinigungsmittel im Wasser, trotz Lüften und trotz gründlicher Reinigung des Behälters nach Anleitung.
Der Hersteller weist selbst darauf hin, dass der Schmutzwassertank sofort nach jedem Einsatz zu leeren ist. Wer das einmal vergisst, merkt es.
Auch die Trocknung ist weniger klug, als sie klingt. Sie läuft nach einer festen Zeit von etwa 30 Minuten und misst nicht, wie feucht die Walze tatsächlich ist. Nutzer berichten von Durchläufen, die grundlos neu starten, obwohl die Walze längst trocken ist. In einem Praxistest fühlte sich die Bürste danach immer noch leicht feucht an.
Zwei Bauteile, die in den Bewertungen häufiger auftauchen
Der Wassertank. Mehrere Kunden berichten von Undichtigkeiten nach einem halben Jahr, von Wasser, das an den Nähten austritt, und von Ersatztanks, die teuer sind und lange auf sich warten lassen.
Der Kundendienst. Ein Kunde schildert, dass sein Gerät nach fünf Monaten ausfiel, nach vier bis fünf Wochen mit demselben Fehler zurückkam und äußerlich in schlechterem Zustand war als vorher. Solche Berichte sind Einzelfälle, aber sie sind zahlreich genug, um sie zu erwähnen.
Für wen sich das Gerät lohnt
Der roborock ist die richtige Wahl, wenn du überwiegend Hartboden hast — Parkett, Laminat oder glatte Fliesen. Wenn Haare bei dir täglich Thema sind, ob Tierhaare oder lange Haare, denn das Anti-Verheddungs-System ist die stärkste Eigenschaft dieses Geräts. Wenn du Kinder hast und ständig etwas verschüttet wird, weil du sofort gezielt eingreifen kannst, statt einen Roboter erst an die Stelle zu schicken. Wenn du flache Möbel hast, unter denen bisher nie gewischt wurde. Und wenn deine Wohnfläche überschaubar ist, sodass eine Akkuladung reicht.
Wann du die Finger davon lassen solltest
Nicht kaufen, wenn du eine große Fläche am Stück reinigen willst. Die 410 Quadratmeter wirst du nicht erleben, und jede Ladepause kostet genau die Zeit, wegen der du das Gerät angeschafft hast.
Nicht kaufen, wenn dein Boden stark strukturierte Fliesen mit tiefen Fugen hat — die Walze erreicht die Vertiefungen nicht.
Nicht kaufen, wenn bei dir überwiegend Teppich liegt. Dafür gibt es Modelle der Reihe mit abnehmbarem Handsauger.
Nicht kaufen, wenn extreme Haarmengen anfallen. Die Walze bleibt zwar frei, aber die schmale Öffnung im Inneren verstopft, und dann läuft Schmutzwasser in den Staubbehälter, den du anschließend von Hand säubern musst.
Und nicht kaufen, wenn du den Wasserfluss regeln möchtest. Ohne App gibt es dafür keine Möglichkeit, und mehreren Kundinnen ist der Durchfluss zu hoch — sie berichten von kleinen Pfützen, die stehen bleiben.
Fazit
Der roborock F25 GT Gen 2 ist ein gutes Gerät, aber nicht wegen der Zahl auf der Verpackung. Die 20.000 Pa sind nicht der Grund, aus dem du zufrieden sein wirst. Der Grund ist der Blick in den Schmutzwassertank nach dem ersten Durchgang. Und der Grund, aus dem du dich ärgern könntest, ist der Akku, wenn deine Wohnung zu groß dafür ist.
Miss also nicht die Saugkraft, sondern deine Quadratmeter. Danach weißt du, ob dieses Gerät zu dir passt.
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Häufige Fragen
Wie lange hält der Akku des roborock F25 GT wirklich?
Deutlich kürzer als vom Hersteller angegeben. Die 410 Quadratmeter pro Ladung aus dem Datenblatt decken sich nicht mit den Kundenbewertungen – mehrere Nutzer berichten, dass der Akku schon nach etwa 20 Minuten leer ist und nicht einmal für eine 75-Quadratmeter-Wohnung reicht.
Riecht der roborock F25 GT nach einiger Zeit?
Bei mehreren Käufern ja, meist nach zwei bis drei Monaten. Die 90-Grad-Selbstreinigung reinigt die Walze, nicht aber den stark verwinkelten Schmutzwasserbehälter. Der Hersteller weist selbst darauf hin, den Tank sofort nach jedem Einsatz zu leeren.
Passt der roborock F25 GT unter niedrige Möbel?
Ja. Das Gerät legt sich um 180 Grad flach auf den Boden und kommt so unter Möbel mit 12,5 Zentimetern Bodenfreiheit, etwa Sofa, Bett oder Kommode.
Ist der roborock F25 GT für Teppich geeignet?
Nein, er ist für Hartböden wie Parkett, Laminat oder glatte Fliesen ausgelegt. Für überwiegend Teppichböden gibt es andere Modelle der Reihe mit abnehmbarem Handsauger.