Über 24 Stunden Ziehzeit bringen kaum noch Extraktion, aber deutlich mehr Bitterkeit, so fassen es die Kaffeemacher aus der Schweiz zusammen. Wer seinen Cold Brew also über Nacht vergisst und auf 30 Stunden kommt, hat nicht stärkeren Kaffee, sondern schlechteren.
Zwei Bohnenbehälter, personalisierbare Einstellungen, Full-Touch-Display, Keramikmahlwerk. Herstellerangaben.
Grundlage für alle Zahlen zu Verhältnis, Ziehzeit und Haltbarkeit ist der Cold-Brew-Leitfaden der Kaffeemacher (kaffeemacher.ch). Ergänzende Hinweise sind als Faustregeln gekennzeichnet. Rezensionen bei Amazon nachlesen
Das Grundrezept der Kaffeemacher ist unspektakulär: 100 Gramm Kaffee auf einen Liter Wasser, also ein Verhältnis von 1:10, trinkfertig bis etwa 1:13. Wer ein Konzentrat zum Verdünnen will, setzt ab 1:8 an.
Gemahlen wird grob, auf French-Press-Niveau. Die Kaffeemacher nennen den Mahlgrad den größten Hebel für Klarheit: Zu fein gemahlener Kaffee gibt zu schnell zu viel ab und trübt das Ergebnis.
Die Ziehzeit: 12 bis 16 Stunden im Kühlschrank, bei Raumtemperatur maximal bis 24 Stunden. Danach gefiltert, hält sich trinkfertiger Cold Brew zwei bis drei Tage im Kühlschrank, Konzentrat etwa eine Woche.
Kaltes Wasser extrahiert langsam, und genau das ist der Reiz der Methode: Viele Bitterstoffe und Säuren bleiben im Pulver, der Kaffee wird rund und mild. Aber die Extraktion hat eine Sättigungsgrenze. Die Kaffeemacher formulieren es trocken: Länger bringt kaum mehr Extraktion, aber mehr Bitterkeit.
Wer also 18, 24 oder 30 Stunden zieht, gewinnt keine Stärke mehr, sondern holt nach und nach genau die Stoffe ins Glas, deretwegen man Cold Brew überhaupt kalt ansetzt. Mehr Kraft im Glas bekommt man über das Verhältnis, also mehr Kaffee pro Liter, nicht über mehr Stunden.
Als Faustregel für den Alltag: abends ansetzen, morgens filtern. Wer erst abends danach greift, ist bei 24 Stunden und damit am oberen Rand.
Nach der Ziehzeit trennt ein Sieb den Kaffee vom Wasser, und die Wahl des Filters prägt das Ergebnis. Das Metallsieb der French Press lässt feine Partikel durch: mehr Körper, leichte Trübung. Ein zusätzlicher Papierfilter zieht diese Partikel heraus: klarer, teetrinkerhaft sauber.
Beides ist richtig, es ist eine Geschmacksfrage. Wichtig ist nur, überhaupt vollständig zu filtern, denn Pulverreste im fertigen Getränk extrahieren im Kühlschrank weiter und holen die Bitterkeit nach, die man gerade vermieden hat.
Cold Brew ist das fehlertoleranteste Kaffeerezept überhaupt, solange man zwei Zahlen respektiert: 1:10 beim Ansetzen, 12 bis 16 Stunden im Kühlschrank. Wer stärkeren Kaffee will, erhöht die Dosis, nicht die Zeit.
Der einzige echte Fehler ist der aus dem Videotitel: den Ansatz stehen zu lassen, bis die Stunden zweistellig über dem Ziel liegen. Dann schmeckt das Ergebnis nach genau dem, was man vermeiden wollte.
12 bis 16 Stunden im Kühlschrank, so die Empfehlung der Kaffeemacher. Bei Raumtemperatur gilt: spätestens nach 24 Stunden filtern, danach steigt vor allem die Bitterkeit.
Als trinkfertiger Cold Brew 1:10 bis 1:13, also etwa 100 Gramm Kaffee auf einen Liter Wasser. Für Konzentrat ab 1:8 ansetzen und später verdünnen.
Meist ist die Ziehzeit zu lang oder der Mahlgrad zu fein. Grob mahlen, rechtzeitig filtern und keine Pulverreste im fertigen Getränk lassen.
Trinkfertig zwei bis drei Tage, als Konzentrat etwa fünf bis sieben Tage, jeweils gekühlt und abgedeckt.
Dann steht die Entscheidung wahrscheinlich schon. Der Preis unten wird beim Aufruf frisch geholt, nicht gespeichert.