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Haushalt & Wohnen Aktualisiert 10.09.2026

Infrarotheizung im Homeoffice: wann sie wirklich Geld spart und wann nicht

Im Onlineshop verspricht ein dünnes Wandpaneel bis zu siebzig Prozent weniger Heizkosten. Eine Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat genau das für ein ganzes Haus nachgerechnet: Im ersten Jahr kostete die Infrarotheizung dort mehr als doppelt so viel wie eine normale Gasheizung. Der Fehler liegt nicht im Gerät, sondern im Einsatzort - für einen einzelnen kalten Raum gilt eine andere Rechnung als für ein ganzes Haus. Dieser Beitrag zeigt, wo genau die Grenze verläuft, was ein Fachtest mit acht Geräten gemessen hat, und für wen sich eine Infrarotheizung als Zusatzheizung wirklich lohnt.

Grundlage: ausgewertete Kundenbewertungen Werbehinweis: enthält Partnerlinks. Wie wir arbeiten

Diese Einschätzung beruht auf einer Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (Februar 2024) zum Kostenvergleich Infrarotheizung/Gasheizung, der Einordnung des ADAC (Watt-Richtwerte, Empfehlung für Bestandsgebäude), dem Urteil der Stiftung Warentest zu Infrarotheizungen, einem AUTO BILD-Test von acht Infrarotheizungen (2024, aktualisiert Januar 2025), den Herstellerangaben von Könighaus sowie echten Amazon-Kundenbewertungen. Das Gerät wurde nicht selbst genutzt. Rezensionen bei Amazon nachlesen

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Das Werbeversprechen gegen die echten Zahlen

„Bis zu siebzig Prozent weniger Heizkosten" ist ein Satz, den viele Infrarotheizungs-Anbieter im Onlineshop verwenden. Was in der Werbung fehlt: Weniger als was, und unter welchen Bedingungen? Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat im Februar 2024 genau nachgerechnet: für ein 150-Quadratmeter-Haus mit drei Personen, bei 0,35 Euro pro Kilowattstunde Strom und 0,10 Euro pro Kilowattstunde Gas plus Grundpreis. Ergebnis im ersten Jahr: Infrarotheizung rund 4.970 Euro, eine neue Gasheizung im selben Haus rund 2.000 Euro. Mehr als doppelt so teuer, nicht günstiger - und über 20 Jahre betrachtet wird die Lücke laut Studie noch größer.

Das Urteil der Verbraucherzentrale ist eindeutig: Eine Infrarotheizung als Ersatz der Zentralheizung macht wirtschaftlich nur in sehr gut gedämmten Gebäuden wie Passivhäusern Sinn. Für ein normales Haus oder eine normale Wohnung als Hauptheizsystem ist sie ein sehr teures Heizsystem. Auch die Stiftung Warentest kommt zu einem ähnlichen Schluss: Infrarotheizungen können eine Notlösung sein, etwa wenn die Gasversorgung vorübergehend ausfällt, doch nach der vergleichsweise günstigen Anschaffung kann der Stromverbrauch erheblich ins Geld gehen.

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Die Physik: warum Strom die teuerste Heizform ist

Eine Infrarotheizung ist eine Stromdirektheizung: Aus einer Kilowattstunde Strom wird ungefähr eine Kilowattstunde Wärme, ein Wirkungsgrad von rund hundert Prozent. Das klingt zunächst nach einem guten Geschäft - übersieht aber, dass Strom in Deutschland die mit Abstand teuerste Energieform ist, laut Verbraucherzentrale aktuell drei- bis vierfach so teuer wie die günstigsten Gastarife. Eine Wärmepumpe erreicht aus derselben Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Wärme (Effizienzfaktor statt 1:1), eine Infrarotheizung nicht.

Dazu kommt die Fläche: Der ADAC rechnet für einen Neubau mit 40 bis 70 Watt pro Quadratmeter, für einen sanierten Altbau mit 60 bis 100 Watt pro Quadratmeter. Für einen unsanierten Altbau nennt der ADAC keinen Richtwert mehr, sondern verweist auf die Verbraucherzentrale, die von der Installation in solchen Bestandsgebäuden grundsätzlich abrät - zu hoher Wärmeverlust durch dünne Wände und alte Fenster, zu hohe Stromkosten in der Folge.

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Für wen sich eine Infrarotheizung nicht lohnt

Nichts für dich, wenn du damit deine komplette Wohnung oder ein ganzes Haus heizen willst. Das zeigen die Zahlen der Verbraucherzentrale eindeutig: mehr als doppelt so teuer wie Gas, schon im ersten Jahr. Auch nichts für dich, wenn du in einem unsanierten Altbau mit alten Fenstern wohnst - hier raten Verbraucherschützer grundsätzlich ab, unabhängig vom gewählten Gerät.

Anders sieht es aus, wenn du nur einen einzelnen Raum warm haben willst, gelegentlich und zeitlich begrenzt: ein Homeoffice, das du ein paar Stunden am Tag nutzt, ein Gästezimmer, ein Bad. Für genau diesen Fall hat ein Fachtest ein Gerät gefunden, das die Rechnung nachvollziehbar löst.

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Was der Fachtest beim Könighaus-Modell gemessen hat

Ein Test von acht Infrarotheizungen (Titel „Werkstatt & Co.", 2024, aktualisiert Januar 2025) hat die Könighaus P-Serie mit 1000 Watt zum Testsieger gemacht, Note „sehr gut". Gemessen wurden 1.057 Watt Leistung (knapp über der Herstellerangabe), 117 Grad Oberflächentemperatur nach nur 5 Minuten, bis zu 131 Grad im Maximum, Stromverbrauch von 0,385 Kilowattstunden in 20 Minuten Betrieb. Das Testfeld ordnet die Geräteklasse dem gezielten Beheizen einzelner, selten genutzter Räume zu, etwa Werkstatt, Keller oder als Zusatzkomfort im Bad - und nennt zugleich, zitiert von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, die laufenden Stromkosten als Grund, warum die Geräteklasse insgesamt eine „sehr teure Notlösung" bleibt, sobald sie dauerhaft läuft.

Das Könighaus-Modell ist TÜV-Süd-geprüft, hat einen eingebauten Überhitzungsschutz, und der Hersteller gibt für jede Baugröße eine eigene Watt-Quadratmeter-Zahl an: Die Version mit 1000 Watt deckt laut Datenblatt 14 bis 26 Quadratmeter ab - das passt zur Neubau-Faustregel des ADAC (40 bis 70 Watt/m²: 1000 W ÷ 14 m² ≈ 71 W/m², 1000 W ÷ 26 m² ≈ 38 W/m²).

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Was echte Käufer schreiben

Auf Amazon steht das Könighaus-Modell bei 4,4 von 5 Sternen aus über 4.500 Bewertungen (Stand 10.09.2026), über 100 Mal im Monat gekauft. Eine besonders ausführliche Rezension stammt von Zeha Schmidtke (5 Sterne, verifizierter Kauf, 14. August 2026): Als Mieterin einer unrenovierten Altbauwohnung, die sie bis dahin mit Kohleöfen beheizte, berichtet sie von einem ungewöhnlich hilfsbereiten Kundenservice, als sie Fragen zur Montage hatte. Gerald Neuschl (5 Sterne, verifizierter Kauf, 29. August 2026) nennt sie eine „tolle Alternative zum Heizen", schick und effizient im Stromverbrauch. Ambrosius (5 Sterne, verifizierter Kauf, 22. August 2026) hat bereits mehrere Könighaus-Infrarotheizungen gekauft: „Gerne wieder!"

Kritischer äußert sich Marc (3 Sterne, verifizierter Kauf): Das Thermostat fehlte bei seiner Lieferung, wurde aber auf Nachfrage schnell nachgeliefert; bei der Heizleistung sei er „bissl enttäuscht" gewesen, er hätte bei 1000 Watt mehr erwartet. Eine ältere Rezension (1 Stern, 2019) berichtet von einer Installation in einer unbeheizten Gartenlaube: „Bei echter Kälte NULL Wärmeleistung." Das deckt sich mit der Kernwarnung dieses Beitrags - eine Infrarotheizung ist für gut isolierte Räume oder den gelegentlichen Gebrauch gedacht, nicht für eine dauerhaft kalte, schlecht gedämmte Außenhütte.

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Der Haken, den der Hersteller selbst nennt

Ausgerechnet Könighaus schreibt in den eigenen Produktangaben zu diesem Modell wörtlich: „Dieses Produkt ist nur für gut isolierte Räume oder für den gelegentlichen Gebrauch geeignet." Der Hersteller liefert die Einschränkung also selbst mit, bevor man überhaupt kauft. Dazu die ehrliche Kritik aus den Quellen: Nach der günstigen Anschaffung kann der Stromverbrauch bei dauerhaftem Betrieb ins Geld gehen (Stiftung Warentest); bestrahlt wird nur, was im direkten Sichtfeld steht, verlässt du den Raum oder die Sichtlinie, kühlt es sofort wieder ab (keine gespeicherte Wandwärme wie bei einer echten Heizung); und die Oberfläche wird laut Messung bis zu 131 Grad heiß - in Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren ein echter Berührungsschutz-Punkt.

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Vier Handgriffe vor dem Kauf

  1. Raum nachmessen und die Quadratmeterzahl gegen die Watt-Tabelle des Herstellers halten, nicht schätzen.
  2. Ehrlich zur Dämmung sein: Neubau oder frisch sanierter Altbau ist etwas anderes als ein unsanierter Altbau mit alten Fenstern.
  3. Ehrlich zur Nutzung sein: täglich stundenlang und ganzjährig ist etwas anderes als gelegentlich für ein bis zwei Stunden.
  4. Vorher den eigenen Stromtarif gegenrechnen (Watt mal geplante Nutzungsstunden), nicht erst nach dem Kauf.
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Fazit

Willst du damit deine ganze Wohnung heizen, oder wohnst du in einem unsanierten Altbau: Dann ist eine Infrarotheizung rausgeworfenes Geld, egal welche Marke - das zeigen die Zahlen der Verbraucherzentrale eindeutig. Schau dir stattdessen deine bestehende Heizung oder eine Wärmepumpe an. Brauchst du dagegen nur einen einzelnen Raum, gelegentlich und schnell warm - Homeoffice, Gästezimmer, Bad -, dann ist die Könighaus P-Serie das Gerät, bei dem diese Rechnung im Fachtest aufgeht, mit TÜV-Süd-Prüfung, Überhitzungsschutz und einer Watt-Tabelle, die zur eigenen Faustregel des ADAC passt. Nutze sie gezielt mit Thermostat statt im Dauerbetrieb, dann bleibt sie das, was sie sein soll: eine Zusatzheizung, keine Stromrechnung-Überraschung.

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Häufige Fragen

Spart eine Infrarotheizung wirklich Heizkosten?

Nicht als Ersatz für die Zentralheizung. Eine Studie der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (Februar 2024) hat die Betriebskosten für ein 150-Quadratmeter-Haus mit drei Personen verglichen: Im ersten Jahr kostete die Infrarotheizung rund 4.970 Euro, eine neue Gasheizung im selben Haus rund 2.000 Euro - mehr als doppelt so viel, und über 20 Jahre gerechnet wird die Lücke laut Studie noch größer. Die Verbraucherzentrale hält Infrarotheizungen deshalb nur in sehr gut gedämmten Neubauten (Passivhaus-Niveau) für wirtschaftlich sinnvoll. Als gezielte Zusatzheizung für einen einzelnen, gelegentlich genutzten Raum sieht die Rechnung anders aus, weil dort nicht die ganze Wohnfläche beheizt werden muss.

Wie viele Watt pro Quadratmeter braucht eine Infrarotheizung?

Der ADAC nennt für einen Neubau 40 bis 70 Watt pro Quadratmeter als Richtwert, für einen sanierten Altbau 60 bis 100 Watt pro Quadratmeter. Für unsanierte Altbauten mit alten Fenstern und hohem Wärmeverlust nennt der ADAC keinen Richtwert mehr - hier verweist er auf die Einschätzung der Verbraucherzentrale, die von einer Installation in solchen Bestandsgebäuden grundsätzlich abrät. Herstellerangaben wie die Watt-Tabelle von Könighaus (1000 W für 14 bis 26 m²) liegen in derselben Größenordnung wie die Neubau-Richtwerte des ADAC.

Kann eine Infrarotheizung eine Gasheizung oder Zentralheizung ersetzen?

Nach übereinstimmender Einschätzung von Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest: nein, jedenfalls nicht wirtschaftlich. Stiftung Warentest bezeichnet Infrarotheizungen als mögliche Notlösung, etwa wenn die Gasversorgung vorübergehend ausfällt, warnt aber: Nach der vergleichsweise günstigen Anschaffung kann der Stromverbrauch bei dauerhaftem Betrieb erheblich ins Geld gehen. Strom ist in Deutschland durchgehend die teuerste Energieform, während eine Infrarotheizung als reine Stromdirektheizung arbeitet (keine Wärmepumpen-Effizienz).

Für welche Räume eignet sich eine Infrarotheizung als Zusatzheizung?

Der ADAC empfiehlt Infrarotheizungen ausdrücklich für kleinere Räume als Zusatzheizung: Gästezimmer, Homeoffice/Büro, Schlafzimmer, Bad. Ein AUTO-BILD-Test von acht Infrarotheizungen (2024) ordnet die Geräteklasse dem gezielten Beheizen einzelner Räume zu, etwa Werkstatt, Keller oder als zusätzlichen Komfort im Bad - explizit nicht als Ersatz für die durchgehende Beheizung einer ganzen Wohnung.

Wie schnell wird eine Infrarotheizung warm?

Im AUTO-BILD-Test erreichte der Testsieger, die Könighaus P-Serie mit 1000 W, nach nur 5 Minuten bereits 117 Grad Oberflächentemperatur, im Maximum bis zu 131 Grad. Infrarotheizungen strahlen dabei direkt Personen und Objekte im Sichtfeld an (ähnlich wie Sonnenwärme), anders als eine Konvektionsheizung, die erst die Raumluft erwärmen muss - deshalb fühlt sich die Wärme schneller an, sobald man im direkten Strahlungsfeld sitzt.

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