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Technik & Netzwerk Aktualisiert 18.08.2026

Mobiler Router statt DSL: drei Dinge, die keiner vorher sagt

Ein LAN-Port, kein Telefonanschluss, keine öffentliche IP-Adresse. Wer den DSL-Vertrag gegen einen 5G-Router tauscht, tauscht mehr als die Leitung. Drei Punkte stehen in keiner Werbung, und jeder davon entscheidet über den Umstieg.

Grundlage: ausgewertete Kundenbewertungen Werbehinweis: enthält Partnerlinks. Wie wir arbeiten

Dafür spricht

Wi-Fi 6E auf drei Bändern, Touchscreen für die Einrichtung ohne App, wechselbarer 4.680-mAh-Akku, Gigabit-WAN/LAN, WireGuard-VPN, microSD-Schacht bis 2 TB und zwei TS-9-Anschlüsse für eine Außenantenne. ComputerBase misst im 5G-Netz bis zu 863 Mbit/s.

Nichts für dich, wenn

du einen kompletten DSL-Ersatz mit Telefonanschluss und mehreren LAN-Ports erwartest. Beides hat dieses Gerät nicht, und die 14-Stunden-Akkuangabe hält der Messung nicht stand.

Grundlage sind das Datenblatt und die Produktdokumentation von TP-Link zum M8550, der Einzeltest von ComputerBase vom 15. Juli 2025 und der Jahresbericht der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur, veröffentlicht im Juni 2026. Wir haben das Gerät nicht selbst getestet. Rezensionen bei Amazon nachlesen

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Was mit dem DSL-Anschluss wirklich wegfällt

Der erste Verlust ist das Telefon. Am M8550 gibt es laut Datenblatt einen Gigabit-WAN/LAN-Port, USB-C, einen Nano-SIM-Schacht und einen microSD-Schacht. Eine Telefonbuchse gibt es nicht. Wer seine Festnetznummer behalten will, braucht eine Internettelefonie-Lösung des Anbieters oder verlagert die Nummer aufs Handy. Das lässt sich lösen, aber es löst sich nicht von allein.

Der zweite Verlust ist leiser: ein einziger LAN-Port. Ein DSL-Router versorgt Drucker, Fernseher und NAS nebeneinander per Kabel. Hier hängt am Kabel genau ein Gerät, alles andere geht über WLAN oder einen zusätzlichen Switch.

Kurz: Der Router ersetzt die Leitung. Die Anschlussvielfalt ersetzt er nicht.

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Die Adresse, die dir niemand gibt

Mobilfunkanschlüsse teilen sich in der Regel eine öffentliche IPv4-Adresse mit vielen anderen Kunden. Das Verfahren heißt Carrier-Grade NAT und ist im Mobilfunk der Normalfall, kein Mangel des Geräts.

Im Alltag merkt man davon nichts, bis man von unterwegs auf etwas zu Hause zugreifen will: die eigene Kamera, das NAS, ein kleiner Server. Klassische Portfreigaben funktionieren hinter Carrier-Grade NAT nicht. Der Umweg führt über einen VPN-Dienst oder einen Tarif mit öffentlicher Adresse, und beides sollte vor der DSL-Kündigung geklärt sein, nicht danach.

Der M8550 bringt dafür immerhin Werkzeug mit: ComputerBase hebt die WireGuard-Unterstützung im Test ausdrücklich hervor.

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Der Standort entscheidet, nicht das Datenblatt

TP-Link nennt für den M8550 bis zu 3,4 Gbit/s im Download. ComputerBase hat im Juli 2025 gemessen: maximal 863 Mbit/s über 5G am guten Standort, im Innenraum über das 6-GHz-WLAN noch 575 Mbit/s. Das ist weit weg vom Datenblatt und trotzdem mehr, als die meisten DSL-Anschlüsse liefern.

Die Bundesnetzagentur bestätigt das Muster in der Breite: Im aktuellen Jahresbericht der Breitbandmessung erreichten nur 7 Prozent der 5G-Messungen die vertraglich vereinbarte Maximalrate, bei LTE waren es 3 Prozent. Die Zahlen stammen aus freiwilligen Nutzermessungen und sind nicht repräsentativ, aber die Richtung ist eindeutig.

Praktische Folge: Vor der Kündigung den Standort testen. Eine SIM im Smartphone am künftigen Routerplatz zeigt in fünf Minuten, was dort wirklich ankommt. Das ist eine Faustregel, kein Messprotokoll, aber sie kostet nichts. Und wenn der Empfang knapp ist: Der M8550 hat zwei TS-9-Anschlüsse für eine Außenantenne.

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Fazit

Der Umstieg trägt für Haushalte ohne Festnetznummer, ohne Heimserver und mit gutem 5G-Empfang am Routerplatz. Dort liefert ein Gerät wie der M8550 gemessene Raten, die DSL schlagen, und der Vertrag ist schneller gewechselt als ein Techniker-Termin vereinbart.

Die Entscheidung kippt an drei Stellen: wenn die Festnetznummer bleiben muss, wenn Portfreigaben gebraucht werden oder wenn der Empfang am Aufstellort schwach ist. Wer eine der drei Fragen nicht beantworten kann, kündigt besser noch nicht.

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Häufige Fragen

Kann ich meine Festnetznummer behalten, wenn ich auf einen mobilen Router umsteige?

Nicht über den Router selbst, dem M8550 fehlt die Telefonbuchse. Die Nummer lässt sich je nach Anbieter über eine Internettelefonie-Lösung weiterführen oder zum Mobilfunk mitnehmen. Das gehört vor die Kündigung, nicht danach.

Funktionieren Portfreigaben über einen 5G-Router?

In der Regel nicht. Mobilfunkanschlüsse hängen meist hinter Carrier-Grade NAT und haben keine eigene öffentliche IPv4-Adresse. Der Zugriff von außen läuft dann über einen VPN-Dienst; der M8550 unterstützt dafür WireGuard.

Reicht ein einzelner LAN-Port im Alltag?

Für ein einzelnes Kabelgerät ja. Wer Drucker, Fernseher und NAS per Kabel anbinden will, braucht zusätzlich einen kleinen Switch, denn der M8550 hat genau einen Gigabit-Port.

Wie schnell ist 5G zu Hause wirklich?

Das entscheidet der Standort. ComputerBase hat mit dem M8550 bis zu 863 Mbit/s gemessen, das Datenblatt nennt 3,4 Gbit/s. Laut Breitbandmessung der Bundesnetzagentur erreichen nur 7 Prozent der 5G-Messungen die vertragliche Maximalrate.

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