Zwei neue Siemens-Vollautomaten aus demselben Jahrgang, beide mit 4,4 Sternen bewertet, und der deutlich teurere von beiden fasst weniger Wasser: 2,3 Liter statt 2,4. Wer den Aufpreis zur EQ900 iAroma bezahlt, bekommt dafür etwas anderes als einen größeren Tank. Was genau, steht in den Datenblättern, in zwei unabhängigen Prüfungen und in dem, was die ersten Käufer nach den ersten Wochen schreiben.
Sehr gut im unabhängigen Test 2026, Keramikmahlwerk, 2,4-Liter-Tank, Brüheinheit zum Abspülen unter dem Hahn und Cold Brew in rund fünf Minuten. Für die Milch liegt ein Schlauch bei, der Glasbehälter ist Zubehör.
bei euch morgens drei verschiedene Kaffees an der Maschine bestellt werden – sie kennt Favoriten, aber keine Profile mit Namen.
Diese Einschätzung stützt sich auf die Herstellerangaben und Gebrauchsanleitungen von Siemens (BSH) zu beiden Geräten, auf zwei unabhängige Prüfungen des ETM Testmagazins aus dem Jahr 2026 sowie auf echte Amazon-Kundenbewertungen mit Name und Datum. Keines der beiden Geräte wurde selbst angeschlossen: ausgewertet, nicht selbst getestet. Rezensionen bei Amazon nachlesen
Auf dem Papier trennt die beiden weniger, als die Preisdifferenz vermuten lässt. Beide stammen aus der aktuellen Siemens-Generation mit Keramikmahlwerk (Siemens nennt es ceramDrive), beide brühen kalt (Cold Brew), beide lassen sich über die Home-Connect-App steuern, beide haben ein Full-Touch-Display. Die Bauhöhe unterscheidet sich um gut einen Zentimeter: 380 mm bei der EQ700i, 392 mm bei der EQ900 iAroma, bei fast identischer Breite und Tiefe (309 × 467 mm gegen 315 × 470 mm). Quelle: Produktdatenblätter auf siemens-home.bsh-group.com, abgerufen am 5. September 2026.
Auch die Bewertungslage ist gleich: 4,4 von 5 Sternen bei beiden, allerdings bei sehr unterschiedlicher Stichprobe. Die EQ700i kommt auf 41 Bewertungen, die EQ900 iAroma auf 19. Beide Zahlen sind für ein Gerät dieser Preisklasse noch dünn, das gehört zur Einordnung.
Der Punkt, der den Vergleich aufmacht: Der Wassertank der günstigeren EQ700i fasst laut Siemens 2,4 Liter, der der teureren EQ900 iAroma 2,3 Liter. Der Unterschied ist klein, ein Espresso, aber er läuft in die falsche Richtung. Ein Käufer der EQ700i, user4 (4 Sterne, 30. Juli 2026, verifizierter Kauf), hebt genau das hervor: „Wasserbehälter etwas größer. 2,4 statt 1,8 l wie sonst üblich.“ Derselbe Käufer merkt an, die Angabe „41 Spezialitäten“ sei „sehr großzügig“, und beschreibt den Alexa-Skill als fehlerhaft: eine Routine schaltet die Maschine morgens ein, brüht aber keinen Kaffee.
Auch beim Bohnenbehälter liegt die große vorn, 375 Gramm gegen 320 Gramm. Wer viel trinkt, füllt bei der EQ900 seltener Bohnen nach und häufiger Wasser. Das ist keine Schwäche, aber die Zahl, mit der man den Aufpreis nicht begründen kann.
Der eigentliche Unterschied sitzt in der Bedienung. Die EQ900 iAroma speichert laut Siemens bis zu zehn Nutzerprofile mit jeweils bis zu zehn Getränken. Jeder tippt seinen Namen auf dem 6,8-Zoll-Display und bekommt seine Einstellungen, ohne dass jemand umstellt. Die EQ700i hat dafür eine Favoritenliste ohne Namen (Gebrauchsanleitung, Kapitel 8 „Favoriten“) und ein 5-Zoll-Display. Uwe Harbich (5 Sterne, 18. Juli 2026, verifizierter Kauf) beschreibt an der EQ900 genau diesen Nutzen: „Und hat man seine Einstellung für ein bestimmtes Getränk gefunden, lässt sich diese mit eigenem Namen im eigenen Profil abspeichern. Die Maschine hat zwar ihren Preis, ist aber das Richtige, wenn man ein Genießer ist.“
Dazu kommt der Barista-Modus: Stärke, Menge, Mahlgrad, Kontaktzeit, Brühtemperatur (90 bis 98 Grad in Zwei-Grad-Schritten) und das Milch-zu-Kaffee-Verhältnis lassen sich einzeln setzen. Eine Vine-Rezensentin (familieWARENTEST, 5 Sterne, 22. Juli 2026, kostenloses Produkt) nennt ihre Espresso-Einstellung sogar konkret: Stärke 5 von 9, 30 ml, Mahlgrad 1 von 6, lange Kontaktzeit, 92 Grad. Vine-Bewertungen entstehen mit einem gestellten Gerät und zählen hier weniger als ein verifizierter Kauf, das Detail zeigt aber, wie tief die Einstellungen gehen.
Und das beanIdent-System: Vor dem ersten Kaffee stellt die EQ900 Fragen zu den eingefüllten Bohnen und schlägt danach Einstellungen vor. Wer einfach nur Kaffee will, empfindet das als Umweg; wer Bohnen wechselt, als Hilfe.
Bei der EQ700i liegt für die Milch ein Schlauch im Karton, der in die Milchpackung gehängt wird (Cappuccinatore). Ein Glasbehälter gehört laut Gebrauchsanleitung nur „je nach Gerätetyp“ zum Lieferumfang; das ETM Testmagazin nennt ihn für die TP725E01 als optionales Zubehör. Bei der EQ900 iAroma liegen Milchbehälter und Adapter laut Gebrauchsanleitung mit im Karton. Wer den Karton auf der Arbeitsplatte nicht sehen will, zahlt bei der kleinen also einmal nach oder lebt mit dem Schlauch.
Beim Schaum selbst lobt das ETM Testmagazin die EQ700i ausdrücklich, auch mit pflanzlichen Milchalternativen. Nadino (5 Sterne, 24. Juli 2026, verifizierter Kauf) hebt an derselben Maschine etwas anderes hervor: „Besonders beeindruckt hat mich, wie leise das Mahlwerk und der gesamte Brühvorgang sind – selbst früh morgens stört die Maschine niemanden.“
Das ETM Testmagazin hat die EQ700i (TP725E01, Test vom 29. Mai 2026) und das Schwestermodell der EQ900 iAroma mit gleichem Mahlwerk, die EQ900 plus iAroma (TQ923EZ3, Test vom 18. Mai 2026), mit derselben Methode aus einem Meter Abstand gemessen. Espresso-Spitzenwert: 62,7 Dezibel bei der EQ700i, 72,8 Dezibel bei der Plus-Variante der EQ900. Beide Geräte erhalten trotzdem ein „sehr gut“ (96,4 und 96,5 Prozent). Wichtig zur Einordnung: Gemessen wurde nicht die hier verglichene TQ923E03, sondern ihre Plus-Schwester mit identischem Mahlwerk und Gehäuse. Der Wert ist also eine begründete Erwartung, keine Messung an genau dieser Maschine.
Was beide nicht können: Kaffeepulver. Weder die EQ700i noch die EQ900 haben ein Pulverfach, das ETM Testmagazin führt das bei beiden als einzigen Kritikpunkt. Wer abends einen entkoffeinierten aus der Tüte brüht, braucht eine andere Maschine oder einen zweiten Bohnenbehälter, den nur die EQ900 mit zwei Behältern (TQ927) hat, nicht die hier verglichene.
Die EQ700i Aroma, wenn morgens bei dir ungefähr derselbe Kaffee in der Tasse landet, du den Tank seltener füllen willst und die Brüheinheit einfach unter dem Wasserhahn abspülen möchtest. Sie hat das „sehr gut“ vom ETM Testmagazin, den größeren Wassertank und in der Prüfreihe den leiseren Spitzenwert. Jürgen (5 Sterne, 17. Juli 2026, verifizierter Kauf) ersetzte mit ihr einen zehn Jahre alten EQ9: „Das Mahlwerk ist super leise, die Einstellmöglichkeiten sind extrem vielfältig, und die Bedienung ist wunderbar einfach über das Touchdisplay.“
Die EQ900 iAroma, wenn bei dir morgens drei verschiedene Wünsche vor der Maschine stehen oder regelmäßig Besuch da ist, der seinen Kaffee genau so will wie zu Hause. Zehn Profile mit je zehn Getränken, das große Display und der Barista-Modus sind der Aufpreis. Nichts für dich, wenn du einfach guten Kaffee willst und nichts einstellen möchtest, dann zahlst du für Funktionen, die du nie antippst.

Bis zu zehn Profile mit je zehn Getränken, 6,8-Zoll-Display, Barista-Modus mit einstellbarer Brühtemperatur und Kontaktzeit, Milchbehälter im Karton. Der Wassertank fasst mit 2,3 Litern etwas weniger als bei der EQ700i.
Nichts für dich, wenn du einfach morgens guten Kaffee willst und nichts einstellen möchtest – dann zahlst du den Aufpreis für Funktionen, die du nie antippst.
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Laut Siemens fasst der Tank der EQ700i (TP725E01) 2,4 Liter, der der EQ900 iAroma (TQ923E03) 2,3 Liter. Der teurere Automat hat also den kleineren Wassertank. Beim Bohnenbehälter ist es umgekehrt: 320 Gramm bei der EQ700i, 375 Gramm bei der EQ900.
Bis zu zehn Profile mit jeweils bis zu zehn gespeicherten Getränken, laut Siemens-Produktseite und Gebrauchsanleitung (Kapitel „Personalisierung“). Die EQ700i hat keine namentlichen Profile, sondern eine Favoritenliste.
Im Standard-Lieferumfang der TP725E01 liegt ein Milchschlauch, der in die Milchpackung gehängt wird. Ein Glasbehälter gehört laut Gebrauchsanleitung nur „je nach Gerätetyp“ dazu und wird vom ETM Testmagazin für dieses Modell als optionales Zubehör genannt. Bei der EQ900 iAroma liegen Milchbehälter und Adapter mit im Karton.
Nein. Beide Geräte haben kein Pulverfach, das ETM Testmagazin führt das in beiden Tests als Kritikpunkt. Gebrüht wird ausschließlich aus Bohnen.
In den Messungen des ETM Testmagazins (ein Meter Abstand) erreichte die EQ700i beim Espresso einen Spitzenwert von 62,7 Dezibel, die Plus-Variante der EQ900 iAroma (TQ923EZ3, gleiches Mahlwerk) 72,8 Dezibel. Gemessen wurde nicht exakt die TQ923E03, sondern ihr Schwestermodell; die Durchschnittswerte beider Maschinen liegen dagegen dicht beieinander (46,5 gegen 50,8 Dezibel).
Dann steht die Entscheidung wahrscheinlich schon. Der Preis unten wird beim Aufruf frisch geholt, nicht gespeichert.