In Deutschland nennt Ninja für den neuen CrushBOSS 2-in-1 1.200 Watt, in den USA wirbt Ninja beim selben Modell mit 1.850 Watt. Beide Zahlen stimmen: Die eine ist Dauerleistung, die andere ein Spitzenwert. Dieser Beitrag zeigt, warum die Wattzahl beim Standmixer ohnehin die falsche Zahl zum Vergleichen ist, welche Angaben im Kleingedruckten stehen, was drei Tests gemessen haben und für wen sich der Krug mit Mitnehm-Becher lohnt und für wen nicht.
Diese Einschätzung beruht auf den Herstellerangaben von Ninja/SharkNinja (Amazon-Produktseite, sharkninja.de und sharkninja.com, gelesen am 24.09.2026), der Meldung von china-gadgets.de zur CrushBOSS-Motorbasis, dem Standmixer-Vergleich der Stiftung Warentest (12.11.2024), den Tests von Ideal Home (CrushBOSS 3-in-1, über zehn Tage), TechRadar (CrushBOSS 3-in-1) und une-case-en-plus.com (CrushBOSS 2-in-1, 24.08.2026) sowie auf Kundenbewertungen auf Amazon (Stand 24.09.2026). Das Gerät wurde nicht selbst genutzt. Rezensionen bei Amazon nachlesen
Die Wattzahl. Die 1.850 Watt auf der US-Seite sind ein Spitzenwert, kein Wert für den Dauerbetrieb. china-gadgets.de nennt für die CrushBOSS-Motorbasis beide Zahlen: 1.200 Watt Dauerleistung, bis zu 1.850 Watt Spitze. Und selbst die ehrliche Zahl sagt wenig: Im Standmixer-Vergleich der Stiftung Warentest mit 16 Geräten spielte die Wattzahl nur eine untergeordnete Rolle.
Die Literzahl. Auf dem Krug stehen 2,1 Liter, laut Fußnote auf der Herstellerseite passen höchstens 1,9 Liter hinein. Beim Becher sind es 710 Milliliter Nennvolumen und 690 Milliliter Höchstmenge.
Heißes. Wer im Winter Suppe direkt im Mixer machen will, ist hier falsch: Laut une-case-en-plus.com lassen sich keine heißen Flüssigkeiten oder Pürees mixen. Das können Hochleistungsmixer; laut Stiftung Warentest wirbeln deren Messer die Masse so stark, dass sie Gemüsesuppe sogar selbst heiß machen können.
Die Messer müssen die Zutaten nach unten ziehen, der Krug muss sie zurück in die Klingen lenken. Beim CrushBOSS sitzen laut Ideal Home sechs Klingen in verschiedenen Höhen auf einer Achse, der Krug hat laut Hersteller einen gewölbten, quadratischen Boden ohne tote Winkel. TechRadar nennt die wichtigste Bedingung: Etwas Flüssigkeit muss hinein. Ein Frozen Yogurt nur aus gefrorenem Obst und Joghurt blieb dort stückig.
Raspeln und Kneten: Das kann die Zwei-in-eins-Ausführung nicht, dafür gibt es die Dreier-Ausführung mit Food-Processor-Schüssel. Wer nur für sich mixt: Der große Krug bleibt dann im Schrank, der BlendBoss allein ist günstiger und kleiner. Lärmempfindliche Haushalte: 90 Dezibel beim Mixen. Heiße Suppe: nicht möglich, siehe oben.
Ideal Home hat die Dreier-Ausführung mit derselben 1.200-Watt-Basis, demselben 1,9-Liter-Krug und demselben 690-ml-Becher über zehn Tage genutzt. Ein Bananen-Schoko-Smoothie mit Eis und Leinsamen war im Automatikprogramm SmoothSense nach 52 Sekunden fertig, ein grüner Smoothie mit gefrorenem Spinat und zwei Kiwis nach gut 50 Sekunden klumpenfrei, ein Gazpacho nach 90 Sekunden völlig glatt. Eine ganze Schale Eiswürfel wurde auf Stufe zwei in fünf Sekunden zu Pulverschnee. Die Basis erkennt das aufgesetzte Gefäß (VesselDetect) und bietet nur passende Programme an: zehn Geschwindigkeiten am Krug, drei am Becher. Sie steht auf vier Saugfüßen und startet nur mit eingerastetem Gefäß und Deckel.
une-case-en-plus.com hat genau die 2-in-1 (LB301EUBK) getestet: Das Programm erkannte gefrorenen Spinat, wechselte selbst in eine kräftigere Stufe und hörte am Ende allein auf. Empfehlung dort: für alle, die vor allem Smoothies oder Proteinshakes mitnehmen.
Auf Amazon.de steht der CrushBOSS 2-in-1 bei 5 von 5 Sternen aus erst 2 Bewertungen (Stand 24. September 2026), beide aus Frankreich, beide aus dem Vine-Programm mit kostenlos gestelltem Gerät. Eine Rezension aus Deutschland gibt es noch nicht. YOGI (5 Sterne, Vine, 21.09.2026) schreibt, grobe Eiswürfel würden in Sekunden zu feinem Schnee, der Motor sei auf voller Leistung allerdings etwas laut. Ralri (5 Sterne, Vine, 14.09.2026) lobt den 2,1-Liter-Krug für mehrere Portionen und den 710-ml-Becher für Smoothies. Zwei Vine-Stimmen sind ein Anfang, noch kein Urteil.
Lautstärke: 90 Dezibel bei Ideal Home, laut, aber für Mixer üblich und kurz. Kerne: In einem Smoothie aus gefrorenen Beeren blieben kleine Kerne zurück, das schaffe aber kaum ein Mixer, so Ideal Home. Spülmaschine: Alles außer der Basis gehört laut Anleitung in den oberen Korb, Krug und Becher passten bei Ideal Home dort nicht hinein. Kabel: 80 Zentimeter. Dazu: Ein eigenes Eis-Programm gibt es nicht, der Pulverschnee kam über die manuelle Stufe zwei.
Mixt du nur deinen eigenen Shake, lass den großen Krug weg und nimm den Ninja BlendBoss allein: günstiger und kleiner. Mixt du morgens für die Familie, willst Eis zu Schnee machen und deinen Becher trotzdem mitnehmen, ist der Aufpreis für den Krug gut angelegt: ein Gerät statt zwei. Dann ist der Ninja CrushBOSS 2-in-1 die richtige Wahl.
Beides, je nach Messart. Ninja nennt in Deutschland 1.200 Watt, auf der US-Seite des LB301 stehen „1850 peak watts“. Laut china-gadgets.de hat die CrushBOSS-Motorbasis 1.200 Watt Dauerleistung und bis zu 1.850 Watt Spitzenleistung. Für den Vergleich zwischen Mixern taugt die Dauerleistung besser, entscheidend ist aber keine von beiden: Im Standmixer-Vergleich der Stiftung Warentest spielte die Wattzahl nur eine untergeordnete Rolle.
Der Krug ist als 2,1-Liter-Gefäß ausgewiesen, laut Fußnote auf sharkninja.de dürfen höchstens 1,9 Liter hinein. Beim BlendBOSS-Becher sind es 710 Milliliter Nennvolumen und 690 Milliliter Höchstmenge.
Nein. Der Test von une-case-en-plus.com schreibt ausdrücklich, dass sich darin keine heißen Flüssigkeiten und kein heißes Püree mixen lassen, Ideal Home führt „Can't blend hot liquids“ unter den Nachteilen. Kalte Suppen gehen: Ein Gazpacho war bei Ideal Home nach 90 Sekunden völlig glatt.
Ideal Home hat beim Mixen 90 Dezibel gemessen und ordnet das als laut, aber für Mixer üblich und nur kurz ein. Der französische Tester nennt ihn auf höchster Stufe deutlich laut.
Der Ninja BlendBoss ist ein Einzelgerät mit Mitnehm-Becher. Der CrushBOSS 2-in-1 bringt einen solchen BlendBOSS-Becher mit, dazu einen großen Krug für mehrere Portionen und eine Basis, die das aufgesetzte Gefäß erkennt. Wer nur für sich selbst mixt, kommt mit dem günstigeren BlendBoss aus, siehe den Beitrag zum Ninja BlendBoss.
Dann steht die Entscheidung wahrscheinlich schon. Der Preis unten wird beim Aufruf frisch geholt, nicht gespeichert.