90 Grad heiße Selbstreinigung beim einen, 95 beim anderen. Und im Kleingedruckten steht bei beiden derselbe Hinweis: Gemeint ist die heiße Luft über dem Wasser, nicht das Wasser selbst. Wenn schon die Werbetemperatur eine Fußnote braucht, lohnt der Blick auf den Rest. Denn die zwei Gründe, aus denen die meisten so ein Gerät kaufen, können beide gleich gut. Der Aufpreis steckt woanders.
Legt sich 180 Grad flach, Anti-Haar-Walze mit heißer Selbstreinigung, Kanten bis auf rund einen Millimeter. Über 3.000 Käufe im Monat.
deine Fläche groß ist: 38 Minuten im Sparmodus sind knapp, und eine App gibt es nicht.
Diese Einschätzung basiert auf den Produktseiten und Fußnoten von Roborock, dem Handbuch, vier Fachtests mit eigenen Messwerten und den Amazon-Kundenbewertungen beider Geräte. Keines der Geräte wurde selbst über den Boden geschoben. Rezensionen bei Amazon nachlesen
90 Grad heiße Selbstreinigung beim GT Gen 2, 95 beim ACE Pro. Wer die Fußnoten auf Roborocks eigenen Produktseiten liest, findet bei beiden denselben Hinweis: Die Temperatur meint die heiße Luft, die über das Wasser geführt wird, nicht das Wasser selbst. Kein Skandal, es steht dort offen. Aber es ist ein guter Grund, den Rest der Datenblätter genauer zu lesen, bevor man für den teureren zahlt.
Die Ausgangslage: Der GT steht bei 4,2 Sternen aus über 1.700 Bewertungen und wurde laut Amazon allein im letzten Monat mehr als 3.000 Mal gekauft. Der ACE Pro steht bei 4,4 Sternen, allerdings aus erst gut 80 Bewertungen. Er ist der Neue.
Noch ein Hinweis fürs Suchen: RT, LT, Ultra, ACE, alles dieselbe F25-Familie mit gut einem Dutzend Verkaufsnamen, und den GT gibt es baugleich unter zwei davon. Du darfst das verwirrend finden. Roborock nennt es Sortiment.
Die zwei Gründe, aus denen die meisten so ein Gerät überhaupt kaufen, kosten bei Roborock keinen Aufpreis. Beide legen sich um 180 Grad flach und sollen so unter Möbel mit 12,5 Zentimetern Freiraum kommen. Und beide haben die Walze, um die sich Haare nicht wickeln, mit heißer Spülung und Heißlufttrocknung in der Ladestation. Der GT schafft Kanten laut Hersteller bis auf rund einen Millimeter.
Dass das Programm im Alltag trägt, bestätigt AST485 (4 Sterne, 12. August 2026, verifizierter Kauf) zum GT: Die Reinigungsleistung sei ausgezeichnet, an den Kanten von allen Seiten sauber. Sein Abzugspunkt kommt weiter unten, er betrifft ausgerechnet das Flach-Versprechen.
Der GT hat keine App. Saugkraft und Wassermenge stellst du am Gerät ein, mehr gibt es nicht. Verschmerzbar. Sein knappstes Gut ist der Akku: 38 Minuten im Sparmodus, sagt der Hersteller, und der Sparmodus ist fürs normale Putzen oft zu schwach.
Georgios G. (3 Sterne, 7. April 2026, verifizierter Kauf) rechnet vor: Auf der starken Stufe nahm sein GT viel Dreck auf, der Akku hielt aber nur für gut die Hälfte seiner 45-Quadratmeter-Wohnung. Bei ihm löste sich außerdem die Verriegelung des Griffs, das Gerät schlug auf den Boden. Ein Einzelbericht, aber einer mit Ansage: Für große Flächen ist dieser Akku nicht gebaut.
Und für Teppich sind beide nicht gebaut. Roborock nennt auf beiden Produktseiten nur Fliesen, Laminat und Parkett. Wer überwiegend Teppich hat, braucht eine andere Geräteklasse, der Ratgeber zu Wischsaugern und Wischrobotern sortiert das.
Drei Dinge. Erstens die Ausdauer: gleicher Akku mit 4.000 Milliamperestunden, aber 60 Minuten im Sparmodus statt 38. Ein Fachtest hält die 60 für realistisch. Das ist die ganze Wohnung an einem Stück statt Putzen mit Ladepause.
Zweitens der Schaum. Auf Knopfdruck legt der ACE Pro Reinigungsschaum vor. In einer Fachtest-Messung war eingetrockneter Kaffee in einer einzigen Überfahrt weg, Ketchup brauchte allerdings neun. Der Hersteller sagt, ein Milliliter Lösung ergebe 167 Millionen Mikrobläschen. Gezählt hat das niemand außer ihm.
Drittens der Komfort: 30 statt 20 Newton Anpressdruck, eine App für Saugkraft und Wassermenge, Räder mit eigenem Antrieb und zwei Trocknungsarten, eine schnelle in rund fünf Minuten und eine leise.
Die Grenzen benennt xxxa (3 Sterne, 16. März 2026, verifizierter Kauf), im Haushalt mit Labrador und zwei Kindern: Für spontan Verschüttetes sei das Gerät die große Stärke. Eingetrocknete Flecken bekomme es aber oft erst nach mehreren Durchgängen weg, und auf dunklem Vinyl blieben gelegentlich Schlieren. Das deckt sich mit der Ketchup-Messung. Dazu ein Fund aus einem Fachtest: Fällt der Akku während der Selbstreinigung in der Station unter 25 Prozent, bricht das Programm ab. Der Tester hat das zweimal erlebt. Das Gerät hängt am Strom und hat trotzdem zu wenig davon.
Das Flach-Versprechen gilt für beide, und es hat eine Bedingung, die in der Werbung kleiner gedruckt ist als die Gradzahl: 12,5 Zentimeter Freiraum, über die volle Breite des Geräts, so weit der Arm reicht.
Genau daran stoßen sich zwei Käufer. AST485 zum GT: Der Fuß sei so dick, dass er nicht unter die Küchenzeile passt, „gerade hier fällt mächtig viel Dreck an“. Eric v. Hohenlohe (4 Sterne, 17. August 2026, verifizierter Kauf) zum ACE Pro: „Von wegen ganz umkippen und mal unters Bett wischen ist nicht.“ Beide behalten ihre Geräte trotzdem.
Die Lehre ist einfach: Vor dem Kauf den Freiraum unter Sofa, Bett und Küchensockel messen. Liegt er unter 12,5 Zentimetern, putzt dort keiner von beiden. Den knappen Akku des GT hatte unser Einzel-Check zum F25 GT schon zum Thema, die Möbelfrage kommt in den Rezensionen erst jetzt hoch.
Der GT liefert das komplette Kernprogramm dieser Geräteklasse ohne Aufpreis. Der ACE Pro nimmt dasselbe Programm und legt bei Ausdauer, Schaum und Bedienung nach.
Nimm den F25 GT Gen 2, wenn du auf überschaubarer Fläche wohnst, Hartboden und Tierhaare hast und flache Stellen erreichen willst. Das Kernprogramm ist identisch, und für kleinere Wohnungen reicht sein Akku.
Nimm den F25 ACE Pro, wenn du viel Fläche am Stück putzt oder eine Küche hast, in der öfter etwas eintrocknet. Die 60 Minuten und der Schaum sind genau dafür da.
Die Entscheidung kippt an der Wohnfläche. Ab dem Punkt, an dem der GT eine Ladepause bräuchte, ist der Aufpreis kein Luxus mehr, sondern der Unterschied zwischen fertig und halb fertig. Darunter kauft er vor allem Schaum und App, und das darf man sich ehrlich sparen.

60 Minuten im Sparmodus, Reinigungsschaum auf Knopfdruck, App und 30 Newton Anpressdruck. Gleiches Flach-Design wie der GT.
Nichts für dich, wenn du überwiegend Teppich hast: wie alle F25 ist er ein reines Hartboden-Gerät.
Preis wird live bei Amazon abgefragt. Amazon-Partnerlink, für dich ohne Mehrkosten.
Nein. In den Fußnoten auf Roborocks eigenen Produktseiten steht bei beiden, dass sich die Temperatur auf die heiße Luft über dem Wasser bezieht, nicht auf das Wasser selbst. Die Selbstreinigung arbeitet trotzdem mit Hitze, nur eben nicht mit 90 oder 95 Grad Wassertemperatur.
38 Minuten im Sparmodus laut Hersteller. Ein Käufer berichtet, dass der Akku auf der starken Stufe nur für gut die Hälfte einer 45-Quadratmeter-Wohnung reichte. Der ACE Pro kommt mit demselben 4.000-mAh-Akku auf 60 Minuten im Sparmodus, ein Fachtest hält diesen Wert für realistisch.
Beide legen sich um 180 Grad flach und brauchen dann 12,5 Zentimeter Freiraum. In der Praxis melden Käufer beider Geräte, dass Küchenzeile, Bett oder Sofa bei ihnen zu niedrig sind. Vor dem Kauf den Freiraum messen: Unter 12,5 Zentimetern kommt keiner von beiden durch.
Nein. Roborock nennt auf beiden Produktseiten nur Hartböden wie Fliesen, Laminat und Parkett. Für Wohnungen mit viel Teppich ist die Geräteklasse Nass-Trockensauger insgesamt die falsche Wahl.
Alles eine Familie. Roborock verkauft die F25-Reihe unter gut einem Dutzend Namen, den GT gibt es baugleich auch als RT. Der ACE Pro ist das Modell mit mehr Akkulaufzeit, Reinigungsschaum, App und 30 Newton Anpressdruck. Flach-Design und Anti-Haar-Walze sind bei allen gleich.
Dann steht die Entscheidung wahrscheinlich schon. Der Preis unten wird beim Aufruf frisch geholt, nicht gespeichert.