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Saugen & Wischen Aktualisiert 23.09.2026

Saugroboter mit elektrolysiertem Wasser: was die 99,99 Prozent Keimreduktion bedeuten und für wen sich der eufy HydroJet S2 lohnt

„99,99 % Keimreduktion“ steht beim eufy HydroJet S2 schon im Amazon-Titel. Das Umweltbundesamt hält Desinfektion im normalen Haushalt dagegen in der Regel für nicht erforderlich: Reinigen heißt dort, Keime mechanisch zu entfernen, nicht, sie abzutöten. Dieser Beitrag klärt, woher die Zahl stammt, wo das behandelte Wasser im Alltag tatsächlich etwas bringt (im Schmutzwassertank, nicht auf dem Boden), was fünf Fachtests gemessen haben und für wen der S2 das Geld wert ist und für wen nicht.

Grundlage: ausgewertete Kundenbewertungen Werbehinweis: enthält Partnerlinks. Wie wir arbeiten

Diese Einschätzung beruht auf den Herstellerangaben von Anker/eufy (Amazon-Produktseite, anker.com und eufy.com, gelesen am 23.09.2026), der Seite „Hygiene im Privatbereich“ des Umweltbundesamts, den Fachtests von netzwelt.de (14.05.2026), homeandsmart.de (30.05.2026), connect.de (08.05.2026), allround-pc.com (22.07.2026) und TechRadar (Juli 2026, mehrere Wochen Alltag) sowie auf Kundenbewertungen auf Amazon.de (Stand 23.09.2026). Das Gerät wurde nicht selbst genutzt. Rezensionen bei Amazon nachlesen

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Drei Fragen vor dem Kauf

Keimfrei oder sauber? Das Umweltbundesamt beschreibt Reinigung als mechanisches Entfernen von Mikroorganismen, eine Abtötung sei dafür nicht erforderlich. Desinfektionsmittel hält das Amt im Privathaushalt in der Regel für unnötig. Ein Wischroboter muss also vor allem Dreck wegtragen.

Woher stammt die Zahl? Die 99,99 Prozent sind eine Herstellerangabe. Auf der amerikanischen eufy-Seite steht dahinter ein Sternchen ohne Fußnote, unter der Vergleichstabelle der Hinweis, im eigenen Labor getestet, das Ergebnis könne abweichen. Welche Keime, wie lange, bei welcher Wassermenge, steht dort nicht. connect.de nennt in seinem Test 99,9 Prozent. Falsch muss die Zahl deshalb nicht sein, sie ist aber kein unabhängiger Prüfbericht.

Wo riecht es bei dir? TechRadar warnt bei genau diesem Gerät: Wer den Schmutzwassertank zwei Wochen stehen lässt, bis er voll ist, hat beim Ausgießen ein richtig stinkendes Erlebnis. Im Tank und in der Walze wird Hygiene im Alltag zum Thema, auf dem Boden kaum.

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Was das behandelte Wasser tatsächlich macht

In der Station sitzt laut netzwelt.de ein Ozon-Generator im Wassertank, TechRadar beschreibt, dass das Frischwasser ozonisiert wird, bevor es an die Wischrolle kommt. Die 29 Zentimeter breite Walze drückt laut Hersteller mit 15 Newton auf den Boden, wird während der Fahrt abgezogen und neu befeuchtet und nach jedem Durchgang mit 60 Grad heißem Wasser gewaschen und anschließend getrocknet.

Den Effekt fand netzwelt.de dort, wo man ihn riechen kann: Beim Leeren des Schmutzwassertanks müffelte es nicht so streng wie üblich. Die eigentliche Hygienewirkung auf dem Boden lässt sich im Test nicht überprüfen. Der Vorteil liegt also in einem Gerät, das weniger muffig wird, nicht in einem Boden, von dem man essen könnte.

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Für wen der HydroJet S2 nichts ist

Viel Teppich: Auf Teppich holte er bei netzwelt.de 18,3 von 30 Gramm Testschmutz, das ist Mittelfeld. Knappes Budget: Duftkapseln und Reinigungsmittel gibt es laut TechRadar nur beim Hersteller, ein offizielles Ersatzteil-Set kostet dort extra; die 2,5-Liter-Staubbeutel sind dagegen auch von Drittanbietern erhältlich. Kleine Räume: Ein Vine-Tester auf Amazon (PandaCat, 3 Sterne) kritisiert, die Station sei sehr hoch und brauche rund 1,5 Meter Freiraum nach vorn. Wer einfach nur saubere Fliesen für möglichst wenig Geld will, findet günstigere Roboter, die laut TechRadar nicht ganz herankommen, für einfache Böden aber reichen. Einen Walzenroboter eine Klasse darunter beschreibt der Beitrag zum eufy HydroJet E35.

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Was die Fachtests gemessen haben

netzwelt.de (Gesamtnote 2,0) maß auf Hartboden 29,9 von 30 Gramm Testschmutz, frische Flecken wischte er rückstandslos weg, die App-Bedienung bekam die Note 1,0. Das Fazit dort: Er putze unterm Strich „nur gut“, sei dabei aber so ausgefallen wie kein anderer. TechRadar hat ihn mehrere Wochen in einem Haushalt mit einem jungen Hund genutzt und schreibt, die Selbstreinigung sei die beste, die der Tester je gesehen habe; Behälter, Bürsten, Walze und Wischrolle sahen danach aus wie neu. Im leisesten Modus maß TechRadar auf Teppich 55 Dezibel. allround-pc.com zählt die Hindernisumfahrung zu den besten auf dem Markt. connect.de urteilt „sehr gut“ und nennt 3 Liter Frischwasser, 2 Liter Schmutzwasser, einen 2,5-Liter-Staubbeutel und 2,8 Zentimeter Walzenhub auf Teppich.

Den Duft liefert eine Kapsel, durch die laut homeandsmart.de die Abluft des Saugers geleitet wird; drei Sorten liegen bei (Zitrus-Basilikum, Bambus-Salbei, Bergamotte-Litschi). Eine Kindersicherung sperrt die Tasten am Gerät.

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Was echte Käufer schreiben

Auf Amazon.de steht der S2 bei 4,2 von 5 Sternen aus 38 Bewertungen (Stand 23. September 2026; 59 Prozent 5 Sterne, 5 Prozent 1 Stern). H. Unbekannt (5 Sterne, verifizierter Kauf, 4. Juli 2026) hat kleine Kinder und schreibt, gerade bei der zuverlässigen Reinigung überzeuge das Gerät „sehr stark“; der Wechsel von einem anderen Walzenroboter sei bei der Saugleistung „ein deutlicher Unterschied“. Er schränkt ein: Kleinere Schwellen schaffe er gut, „die versprochenen Höhen werden nicht zuverlässig bewältigt“.

Stille.Farben.Bunt (5 Sterne, verifizierter Kauf, 20. Juni 2026) nutzt ihn auf 140 Quadratmetern mit zwei Freigängerkatzen und zwei Allergikern. Katzenhaare, Streu und Staub seien beim ersten Durchgang zuverlässig entfernt worden, selbst eingetrocknete Flecken an der Spülmaschine. Kritischer ist PandaCat (3 Sterne, Vine-Rezension, 24. August 2026): Saugen und Wischen „auf Spitzenniveau“, aber die Station sei ein dominierendes Möbelstück, die App-Benachrichtigungen kennten nur alles oder nichts, und an manchen Fugen und Übergängen verweigere der Roboter den Dienst. Die Duftkapseln will PandaCat nicht nachkaufen.

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Drei Schwächen aus den Tests

Kanten: Bei netzwelt.de pendelte der Abstand beim Wischen an Wänden zwischen unter einem und über drei Zentimetern. Eingetrockneter Ketchup: blieb bei netzwelt.de auch im zweiten Durchgang fast unverändert, TechRadar bekam ihn dagegen weg. Verbindung: Bei TechRadar verlor das erste Gerät nach einem Monat die Verbindung zur Station; eufy tauschte es, das zweite lief bis zum Testende fehlerfrei. Dazu die Schwelle: Laut Hersteller 3,5 Zentimeter, bei homeandsmart.de (78 von 100 Punkten) blieb er genau dort hängen, 2 Zentimeter waren kein Problem.

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Vier Handgriffe, die das meiste lösen

  1. Für eingetrocknete Flecken zwei Durchgänge einstellen, so war der Kaffeefleck bei netzwelt.de weg.
  2. Für Teppiche die stärkste Saugstufe und zwei Durchgänge wählen, damit kam TechRadar auf die besten Ergebnisse.
  3. Den Schmutzwassertank alle paar Tage leeren, nicht erst nach zwei Wochen.
  4. Vor dem Kauf die höchste Türschwelle messen: bis 2 Zentimeter lief er im Test ohne Probleme.
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Fazit

Willst du einfach saubere Fliesen für möglichst wenig Geld oder liegt bei dir fast nur Teppich, dann spar dir den Aufpreis: Ein günstigerer Roboter kommt nicht ganz heran, reicht dort aber. Hast du vor allem Hartboden, einen Hund oder kleine Kinder und willst einen Roboter, dessen Tank weniger müffelt und der sich selbst sauber hält, dann nimm den eufy HydroJet S2. TechRadar nennt ihn ein hochwertiges Gerät, das hervorragend arbeitet. Die 99,99 Prozent sind dabei nicht der Kaufgrund, sondern eine Herstellerangabe; der Kaufgrund ist, dass er dir die eklige Seite vom Wischen abnimmt. Die Entscheidung kippt, wenn bei dir Schwellen über 2 Zentimeter liegen, die du nicht mit einer Rampe entschärfen willst.

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Häufige Fragen

Woher stammen die 99,99 Prozent Keimreduktion beim eufy HydroJet S2?

Es ist eine Herstellerangabe. Auf der amerikanischen eufy-Seite steht hinter „99.99%“ ein Sternchen ohne sichtbare Fußnote; unter der Vergleichstabelle heißt es nur, getestet im eigenen eufy-Labor, die tatsächliche Leistung könne abweichen. Keimart, Einwirkzeit und Prüfinstitut werden nicht genannt. connect.de schreibt in seinem Test 99,9 Prozent.

Braucht man einen desinfizierenden Wischroboter im Haushalt?

In der Regel nicht. Das Umweltbundesamt hält Desinfektionsmittel in Privathaushalten für in der Regel nicht erforderlich und beschreibt Reinigung als mechanisches Entfernen von Mikroorganismen. Ausnahmen nennt das Amt bei Personen mit ansteckender Erkrankung, Immunschwäche oder Allergie im Haushalt. Einen spürbaren Alltagseffekt des behandelten Wassers fand netzwelt.de beim Schmutzwassertank: Er müffelte beim Leeren nicht so streng wie üblich.

Wie gut saugt der eufy HydroJet S2 auf Teppich?

Im Test von netzwelt.de nur mittelmäßig: 18,3 von 30 Gramm Testschmutz auf Teppich, gegenüber 29,9 von 30 Gramm auf Hartboden. TechRadar kam auf Teppich mit der stärksten Saugstufe und zwei Durchgängen zu sehr guten Ergebnissen, im deutschen Kundenfeld lobt ein Käufer ausdrücklich die Teppichleistung.

Entfernt der eufy HydroJet S2 eingetrocknete Flecken?

Die Tests sind uneinig. Bei netzwelt.de war ein 24 Stunden eingetrockneter Kaffeefleck im zweiten Durchgang weg, ein ebenso alter Ketchup-Fleck sah danach fast unverändert aus. TechRadar dagegen berichtet, eingetrockneter Ketchup auf Holzboden sei zügig entfernt worden.

Welche Türschwellen schafft der eufy HydroJet S2?

Laut Hersteller einfache Schwellen bis 3,5 und doppelte bis 4,2 Zentimeter. Bei homeandsmart.de war eine 2-Zentimeter-Schwelle kein Problem, an 3,5 Zentimetern blieb er hängen. TechRadar hatte mit den Schwellen im eigenen Haus keine Probleme. Ein Käufer auf Amazon schreibt, kleinere Schwellen schaffe er gut, die versprochenen Höhen aber nicht zuverlässig.

Bis hierher gelesen?

Dann steht die Entscheidung wahrscheinlich schon. Der Preis unten wird beim Aufruf frisch geholt, nicht gespeichert.

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